Vom Zuckerrohr zum Hafen. Rums Weg nach Hamburg
Rum ist eine Spirituose aus Zuckerrohr. In Hamburg wurde er nicht hergestellt, sondern weiterverarbeitet und veredelt.
Ab dem 18. Jahrhundert kam Roh-Rum aus der Karibik über den Hamburger Hafen in die Stadt. Hamburg war damals eng in den internationalen Seehandel eingebunden. Viele Schiffe brachten Waren aus Übersee mit, darunter auch Rum.
Rum war eng mit der Seefahrt verbunden. Auf langen Reisen gehörte er häufig zur Verpflegung der Seeleute. Er war lange haltbar und wurde teilweise auch zur Desinfektion oder als Belohnung eingesetzt. So gelangte Rum regelmäßig mit den Schiffen nach Hamburg. In der Stadt wurde der Rum anschließend weiterverarbeitet. Händler mischten ihn mit Alkohol, Wasser und Gewürzen. Daraus entstand der sogenannte „Hamburger Rum“.
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Hamburg zu einem wichtigen Zentrum für den Rumhandel in Europa. Viele Unternehmen spezialisierten sich auf die Verarbeitung und den Handel. Die Nähe zum Hafen und zur Speicherstadt war dabei ein großer Vorteil. Auch heute erinnert Rum an diese Zeit. Er steht für Fernhandel, Seefahrt und die enge Verbindung Hamburgs mit der Welt.
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